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N° 071 AHS

Wiederaufbau Altstadthäuser, Steckborn

Offener Projektwettbewerb 2016

Auftraggeber: Stiftung Ortsbild Steckborn

Holzbauingenieur: IHT Raft


Bei einem Brand in der Altstadt von Steckborn wird im Dezember 2015 eine ganze Häuserzeile teilweise oder ganz zerstört. Um die Qualität des geschützten Ortsbildes zu sichern, suchte die Stadt Steckborn zusammen mit der Stiftung Ortsbild Steckborn im Ramen eines öffentlichen Wettbewerbes Vorschläge, um diese Baulücke wieder zu schliessen. Unser Projektvorschlag geht von einer städtebaulichen Reparatur in einer schon dicht gebauten Struktur aus anstatt von einem kompletten Neubeginn. Dies auch deshalb weil die äusseren Mantellinien beibehalten werden müssen. Aus wirtschaftlichen, energetischen und klimatischen Gründen ist eine Verdichtung an diesem Ort sinnvoll unter Beibehaltung der Funktionalität und Qualität jeder einzelnen Wohnung. Die klassische Fassadengliederung der Strassenseiten in Sockelgeschoss, Fassade und Dach ist konsequent gehalten. Stehende Lochfenster mit Brüstung prägen die Strassenfassaden und orientieren sich am Öffnungsgrad der historischen Häuser. Das Sockelgeschoss charakterisiert sich durch eine Nutzung mit Gewerberäumen und Ateliers anders als die darüberliegenden Wohngeschosse, indem die Fensteröffnungen vergrössert werden und die Ausgestaltung der Fassadenoberfläche - und Farbe differenzieren wird. Alle Gebäude sind durch eigene Hauszugänge sowohl von der Strassenseite, als auch vom Hof her erschlossen und führen jeweils in separaten Treppenhäusern mit Lift zu den oberen Geschossen. Ganz anders sind die Fassaden im Innenhof. Hier öffnen sich raumhohe Lochfenster und Loggien nach Süden und lassen viel Licht und Luft in die Tiefe der Wohnungen. Sämtliche 20 Wohnungen profitieren von diesen beiden unterschiedlichen Fassadenseiten, einerseits zur Strasse hin und zum Stadtleben anderseits zum ruhigen und gut besonnten Innenhof. Durch das Zurückspringen der Fassadenflucht des Gebäudes Seestrasse 101 zum Eckhaus kann die Belichtung der Wohnungen im Eckhaus stark verbessert werden indem eine längere Fassadenabwicklung generiert wird. Der Innenhof dient als gemeinsame Begegnungszone und wird durch einen gemeinsamen zentral stehenden Baum begrünt. Der Hof erschliesst sämtliche Gebäude und ermöglicht auch deren Zufahrten und Anlieferungen. Die First- und Traufrichtungen sind parallel sowohl zur Seestrasse als auch zur Kirchgasse geführt.