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N° 070 MAN

Neubau Schulhaus Allmend, Zürich-Manegg

Offener Projektwettbewerb 2016

Auftraggeber: Amt für Hochbauten Stadt Zürich

ARGE mit Benz Wipf Architekten

Geschossfläche 6'570 m² / Volumen 27'200 m³ / Baukosten ca. 36.5 Mio. CHF


Ein dem Ort entsprechendes einfaches, klares Volumen fasst die umgebenden Strassenräume, mit einer langgezogenen Fassade zur Maneggstrasse und der Bahnlinie. die Fläche des Perimeters wird so weit wie möglich genutzt und auf drei Ebenen verteilt: eine Ebene für die Öffentlichkeit, eine Ebene für das Lernen sowie eine Ebene für die Träume. Die Aussenräume werden aufs Dach erhöht wo sie Sonne, Ruhe und die Unendlichkeit des Himmels empfangen. Das lange Gebäude hat noch eine einigermassen grosse Tiefe vorzuweisen. Der Aussenraum wächst in Form von doppelgeschossigen Einschnitten tief in das Gebäudevolumen ein und bringt Luft und Licht in die Mitte des Grundrisses, macht das Gebäude erkennbar als öffentliche Nutzung, markiert die Eingänge und gibt städtebaulich dem Maneggplatz seinen wohlverdienten Abschluss. Kurze Wege sind hier Programm: vom Erdgeschoss mit einer Treppe zum Sport, vom Schulgeschoss mit einer Treppe zur Pause aufs Dach. Neben der Turnhalle, welche bereits im Strassenraum und in den gedeckten Eingangsbereichen präsent ist, befinden sich im Erdgeschoss auch die weiteren Nutzungen mit eher öffentlichem Charakter mit Mensa, Mehrzwecksaal, Bibliothek sowie den Lehrerbereiche. Das obere Geschoss ist in vier Zonen organisiert, welche den vier Klassen-Clustern mit ihren Vorbereichen und Multifunktionsflächen entsprechen. Die einfache und übersichtliche Struktur des Gebäudes mit der mittleren Erschliessungszone und den umgebenden Schulräumen wird durchbrochen durch die loggia-artigen zweigeschossigen Einschnitte, welche der mittleren Zone einen Aussenbezug gewähren und gleichzeitig einen Filter zum städtischen Quartier. Von Aussen präsentiert sich die Schule – als einziges öffentliches Gebäude des Quartiers – quasi als Umkehr der klassischen Ordnung mit schwerem Sockel und offenen Obergeschossen. Während die zwei unteren Geschosse, welche mit den Einschnitten optisch zu einem Geschoss zusammengefasst werden, sich maximal öffnen, ist der überhöhte Dachkranz maximal geschlossen und durch seine runden Öffnungen klar geborgener als eine Pausenplatzfläche im Erdgeschoss es jemals sein könnte. Durch die gewählte Ausdrucksform und seine Länge erscheint das Schulhaus trotz der im Vergleich zu den umgebenden Häusern bescheidene Höhe nicht verloren und kann seine Präsenz behaupten. Gleichzeitig bietet es den Schülern und Kindergärtnern trotz seiner klar urbanen Lage und seiner Verwebung mit der Stadt einen menschlichen Massstab und geborgenen Rückzugsort.