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N° 088

Marktplatz Bohl, St. Gallen

Ideenwettbewerb 2018

Auftraggeber: Stadt St. Gallen

Landschaftsarchitektur: Claudia Wolfensberger


„Die Vision eines städtischen Platzes mit einer einheitlichen Gestaltung, grosser Nutzungsvielfalt, attraktiven Aufenthaltsqualitäten und einem erweiterten zentralen Platzbau, als Orientierungspunkt in der Stadt, stehen bei „FORO MEDIO“ im Zentrum.“ Städtebauliche Lektüre und Vision: Der Marktplatz, Platz Bohl und die verbreiterte Marktgasse liegen in der historischen Altstadt im Zentrum von St. Gallen. Bauten unterschiedlicher Zeitepochen definieren und fassen das Platzgefüge räumlich. Die Verkehrsachse in Ost-Westrichtung, von Brühl- bis Spisertor, ist heute wie auch künftig dem öffentlichen Verkehr vorbehalten und verbindet den Bahnhof mit den östlichen Aussenquartieren. Die Fussgängerverbindungen vom und zum Platz sind sternförmig mit einer Hauptachse entlang der Marktgasse, welche das Kloster und die alte Bausubstanz der nördlichen Altstadt über den Stadtplatz auch heute noch verbindet. Die Marktgasse bis zum Kloster ist heute eine wichtige Einkaufsmeile und von touristischer Bedeutung. An diesem Kreuzungspunkt von Fussgänger und öffentlichem Verkehr liegt heute, wie auch künftig, der zentrale städtische Platz mit den Jahres- Wochen – und Spezialmärkten. „Foro Medio“ – also der Ort des zentralen Marktes wird durch den Erweiterungsbau der Rondelle zum Zentrum als Treff- und Begegnungsort mit urbaner Aufenthaltsqualität. Ein durchgehender Bodenbelag, eine einheitliche Gestaltung der Grün- und Platzelementen (Sitzelementen, Baumgruppen und Beleuchtung) verschaffen dem Stadtplatz die fehlende urbane Grosszügigkeit mit hoher Nutzungsvielfalt. Als kompaktes aber durchlässiges Zentrum. unter Einbezug der unterschiedlichen Sichtachsen zum Platz, kann die Orientierung und Sicherheit innerhalb der Altstadt verbessert werden. Das Aufheben des privaten Autoverkehrs, der Parkplätze und getrennten Fahrspuren führen zur Möglichkeit eines schwellenlosen durchgehenden Bodenbelags (Ausnahme Haltekanten) mit integriertem öffentlichem Verkehr.