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N° 111 HAS

Klinik im Hasel

2020

offener Projektwettbewerb

a3s Landschaftsarchitektur, Wil

Gesamtsanierung und Erweiterung


Das städtebauliche Grundkonzept basiert auf der Grundhaltung, durch die neuen An- und Erweiterungsbauten den Bestand in eine zusammenhängende Gebäudekomposition zu integrieren, welche als Ganzes sich mit der Weite der Landschaft verbindet. Durch die Topografie der leicht abfallenden Ebene in Ost- Westrichtung können die einzelnen Gebäudearme auf verschiedenen Geschossen mit dem Aussenraum verbunden werden. Durch die Setzung der Neubauten entstehen Zwischen- und Aussenräume mit unterschiedlichen Qualitäten, Proportionen und Funktionen. Durch die präzise Setzung der funktional optimierten Neubauten und der strukturellen Verbesserungen der bestehenden Gebäude kann das Ziel der kompakten Anlage erreicht werden. Durch die Entflechtung und Neuorganisation der einzelnen Nutzungsbereiche und der übersichtlichen inneren Wegführung mit Sichtbezügen wird die Kompaktheit der Anlage zusätzlich unterstrichen. Mit dem Ansatz im vorgeschlagenen Projektentwurf, die vier Wohngruppen auf jeweils einem Geschoss zu organisieren und diese auf verschiedene Gebäude im jeweils obersten Geschoss zu platzieren und dabei keine nach Norden ausgerichtete Patientenzimmer zu planen, entsteht die städtebauliche und architektonische Grundkonzeption der Anlage. Durch die niedrig gehaltenen Volumen bleibt die landschaftliche Einordnung der Klinikanlage erhalten. Sämtliche Patientenzimmer profitieren so von Licht, Luft und einem Ausblick in die Natur und die Ferne. Die gemeinsamen Aufenthaltsbereiche und Zimmervorzonen in den Wohngruppen können durch ihre Lage im jeweils obersten Geschoss gut von oben her belichtet werden, zudem ist ein Aussenraum im Zentrum des Geschosses denkbar. Die Wohngruppen sind so organisiert, dass zwischen 24 und 28 Personen zusammenwohnen und die zugehörigen Therapieräume direkt darunter liegen. Die zwei- bis dreigeschossigen Gebäude sind somit übersichtlich organisiert, sämtliche Gebäudeteile sind über die insgesamt vier Geschosse der Anlage miteinander verbunden mit unmittelbarem Bezug zu den verschiedenen Aussenräumen und Nutzungen wie Erholung, Bewegung und Aktivität, Begegnungsorte und Natur. Der neue Eingangsbereich erfolgt über den grosszügigen nach Süden ausgerichteten Aussenraum und erschliesst die Gebäude über das grosse verbindende Vordach. Der Zentrale Raum, der Speisesaal und Cafeteria, sowie die Belichtung der Mehrzweckhalle sind auf diesen grosszügigen und besonnten Eingangsgarten ausgerichtet. Durch die rechteckigen Volumen ohne Vor- und Rücksprünge und den rasterartig gegliederten Fassaden kann von einer hoher Flexibilität ausgegangen werden auch für künftige funktionale Veränderungen innerhalb des Betriebes.