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N° 060 KPO

Kantonspolizei Stürzpunkt, Ohringen

Planerwahl auf Einladung, 2015

Auftraggeber: Kanton Zürich


VARIANTE UMNUTZUNG: Das Areal des Stützpunkts Ohringen, mit Polizei- und Werkhofgebäuden, charakterisiert sich durch unterschiedlich grosse Volumen mit grossen Freiflächen, welche orthogonal zueinander stehen. Das Bürogebäude der Kantonspolizei liegt in der Mitte des Areals, gegenüber der Ein- und Ausfahrt ab Schaffhauserstrasse. Vis-à-vis des Haupteingangs mit Anmeldung steht der eingeschossige Garagenbau um 90° abgedreht, im Norden davon Besucherparkplätze und im Süden die Lastwagenwaage. Durch die geplante funktionale Verbindung der abgesetzten Garage mit dem Hauptgebäude entsteht ein direkter Bezug mit eigenem Eingang für Rapport- und Pausenraum. Gegenüber des Empfangs der KAPO schlagen wir eine Maueröffnung an der Stirnseite des Gebäudes vor, welche die neue Nutzung auffindbar, sichtbar, geschützt und behindertengerecht erschliesst. Durch einfache und effektive Massnahmen kann die bestehende Gebäudestruktur umgenutzt werden. Mit grossen Fensterflächen nach Süden, dem bestehenden Vordach als "brise soleil" und kleine Fenster nach Norden sowie Erdbebenmassnahmen an den Aussenwänden kann die neue Nutzung einfach geplant und optimal in den Bestand integriert werden. Sanitärräume und Teeküche sind so angeordnet, dass sie über dem unterkellerten Bereich liegen. Durch das Verlegen der Dachentwässerung nach aussen wird der gesamte Dachaufbau ab Betondecke gedämmt und erneuert, das Wasser auf der Nordseite wird in einen Sickerkoffer geführt. Durch die aussenliegende Tragstruktur und Erdbebenmassnahmen bleiben die Innenwände flexibel. Die regelmässige Struktur des Bestandes ermöglicht vielfältige Raumeinteilungen. VARIANTE NEUBAU: Der direkten Bezug der neuen Räumlichkeiten zum bestehenden Bürogebäude sowie das Belassen der Unterkellerung des Garagengebäudes und der Lastwagenwaage führt zu einem Neubau an der gleichen Stelle. Durch die einheitlich-orthogonale städtebauliche Setzung der Volumen wird das Muster mit dem Neubau weitergesponnen. Der 2-geschossige Bürobau der KAPO wird durch den eingeschossigen abgesetzten Ergänzungsbau vis-à-vis des Eingangs erweitert, sodass möglichst kurze und direkte Wege möglich sind. Der eingeschossige Neubau mit Aufenthalts- Rapport- und Lagerraum liegt rechtwinklig zum Hauptbau mit einem grosszügig überdeckten und geschützten Vorbereich, welcher auf den Empfang der KAPO ausgerichtet ist, als gut sichtbarer Treffpunkt genutzt werden kann und die bestehende Kellertreppe integriert und überdeckt. Grundidee des Entwurfs ist eine widerstandsfähige Schale, welche die Anforderungen der Hülle bezüglich Statik, Schutz und Funktion (Vordach, Nebenräume) verschmelzt und im Innern die beheizten Nutzräume (weicher Kern) effizient und konsequent trennt. Das Niveau der gedämmten neuen Nutzung wird leicht angehoben, da ein Teil des Gebäudes über die Unterkellerung zu liegen kommt. Ein grosszügiger gedeckter Eingangs- und Vorbereich führt mit einer leichten Neigung zur Eingangstür. Das Büro ist zur Lastwagenwaage im Süden ausgerichtet und liegt direkt beim Eingang, die WCs und Teeküche im Norden. Über den dreiseitig ausgerichteten Aufenthaltsraum wird der Rapportraum erschlossen. Dieser ist durch längliche Fensterbänder an zwei Fassadenseiten optimal belichtet.