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N° 078 FSG

Feuerwehr Notkerstrasse, St.Gallen

2018

Projektstudie Planerwahlverfahren

Auftraggeber: Stadt St. Gallen

mit PRO.architektur

Baukosten ca. 11 Mio.


Um das bestehende Gebäude von Feuerwehr und Zivilschutz St. Gallen zu vergrössern und die Abläufe zu optimieren wurden Konzepte für die Sanierung und Erweiterung gesucht. Der Rückbau des heterogenen Attikageschosses und die neue Aufstockung über die gesamte Geschossfläche ermöglicht, den Betrieb den steigenden Bedürfnissen anzupassen. Das gewünschte Vordach über dem Platz ist Teil der Erweiterung und wird über drei Geschosse als Volumen ausgebildet. Es entsteht eine neue Verschränkung zwischen dem Hauptgebäude und dem bisher eingeschossigen Nebenbau. Die Erweiterung verleiht dem Gebäude ein neues Gesicht, orientiert sich hin zum Feuerwehrbetrieb und schafft eine klare Anschrift. Der Vorplatz erhält durch die neue Fassade einen kräftigen Abschluss und ist klar definiert. Die neuen Nutzflächen sind sparsam eingesetzt und ergänzen die Betriebsabläufe optimal. Die Aufstockung im 2. Obergeschoss erstreckt sich bis Aussenkante bestehende Brüstung. Das gesamte Geschoss wird für die Büroräume und Administration ausgelegt. Verkehrs- und Kommunikationswege können minimiert werden und erfolgen auf einer einzigen Ebene. Das neue Geschoss wird von Grund auf den heutigen Anforderungen angepasst. Spätere Nutzungsveränderungen und Umstrukturierungen können so leichter erfolgen. Die kompakte 3-geschossige Erweiterung und die Aufstockung führen die vorhandene Struktur und Architektursprache des Bestandes weiter, setzen einen klar definierten Schlusspunkt und fassen den Feuerwehrplatz neu. Das Gebäude soll auch weiterhin als (gewachsene) Einheit wahrgenommen werden. Entsprechend werden die vorgefundene Materialität, die Farben und der Ausdruck des Gebäudes neu interpretiert und und zu einer unaufdringlichen Erweiterung und Aufstockung, zu einem neuen Ganzen gefügt. Für die Aufstockung und Erweiterung werden vorgefertigte Holzelemente verwendet. Der Kern mit statischen und wärmetechnischen Anforderungen bleibt kompakt und hat ein geringes Eigengewicht. Die äussere Schale besteht aus vorgefertigten, z.T. hinterlüfteten Betonelementen. Die Elementmethode ermöglicht eine effiziente Erstellung und eine kurze Bauzeit. Für den Bauablauf wird ein komplexes Etappierungskonzept vorgeschlagen, um den Betreib während der Bauzeit so wenig wie möglich einzuschränken.