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N° 084 BZW

Ausbau Schul- und Büroräume, Winterthur

Ausführung 2018

Auftraggeber: SGI Schweizerische Gesellschaft für Immobilien Schweiz AG

Baumanagement: Vasio AG

GF: ca. 4'900 m2


Im imposanten Gebäudeensemble an der Zürcherstrasse, wo einst in der 'Halle 39' eine Kleingiesserei der Sulzer AG und grosse Flächen für die Giesserei– spedition Platz fanden, befinden sich heute auf 7'500 m2 Mietfläche das Werkhaus von Büro Schoch sowie verschiedene Schul- und Büronutzungen. Das Gebäude, welches aus zwei unterschiedlichen Teilen besteht, wurde 1906 respektive 1927 erbaut und ist heute als Ensemble zu erhalten, die Fassade und einzelne Gebäudeteile sind ausserdem denkmalgeschützt. In direkter Nachbarschaft befinden sich der Katharina Sulzer-Platz, das Wohngebäude 'Kranbahn' und das neue Bürogebäude 'Superblock'. Nach der Umnutzung im Jahre 1999 diente das Gebäude der Eigentümerfirma, der Intershop Holding AG als Hauptsitz. Nach deren Sitzverlegung in den Puls 5 in Zürich wurden nun die oberen Geschosse für neue Mieterschaften umgebaut und komplett saniert. Den grössten Teil der Flächen übernimmt das Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen (ZAG) für ihre Schulräume. Ein weiterer Teil bezieht die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich. Das Gebäude wird über drei grosszügige Treppenhäuser erschlossen, wovon zwei sowohl direkt von der Zürcherstrasse als auch vom Innenhof aus zugänglich sind. Die Raumeinteilung auf den Geschossen wurde vollständig ersetzt und in Leichtbauweise ausgeführt. Teilweise mussten die Böden zur Ertüchtigung bezüglich Erdbebensicherheit aufgedoppelt werden. Auch die Haustechnik, mit Ausnahme der Radiatoren, wurde komplett erneuert und zum Teil bewusst offen geführt und akzentuiert. Bei den Oberflächen dominieren Weiss, Anthrazit bei den Linolböden und Einbauten und Holz für die Sockelleisten und Simsbrettern. Als Akzentfarbe wird die Haupterschliessung von einer roten Wand begleitet. Fenster und Fassaden mussten bestehen bleiben, einzig ein aussenliegender Sonnenschutz wurde zusätzlich bei allen Fenstern angebracht. Zusätzlich wurden auch das Untergeschoss und einzelne Bereiche des Erd- und 1. Obergeschosses erneuert. Als besondere Herausforderung erwiesen sich die Anforderungen des Hindernisfreien Bauens, die feuerpolizeilichen Vorgaben und der Schallschutz zwischen den Räumen und Geschossen.